19. Februar 2013

Cro – Licht und Ton der „Raop Tour 2013“

Im Lichtrigg befindet sich Material von Robe, Martin und Clay Paky sowie Strobes von SGM und ChromLech JaragsIm Lichtrigg: Material von Robe, Martin Professional, Clay Paky, SGM und ChromlechDer junge Mann mit der Pandamaske gastierte am 27. Januar in der ausverkauften Arena Berlin, deren prägnantestes Merkmal massive Eisenträger sind, die der Licht- und Toncrew die Arbeit nicht gerade einfach machten. Der Stimmung unter den etwa 9.000 Fans tat dies aber keinen Abbruch. EventElevator hat sich mit Lichtmann Stefan Wolf sowie Moritz Elsner und Christian Damm vom Ton unterhalten.

Cro bezeichnet seinen Stil als "Raop" – eine Mischung aus Rap und Pop. FoH-Mann Moritz Elsner spricht von „Sprachbeschallung mit Hintergrundmusik“, was die Anforderung an das Beschallungssystem ziemlich exakt beschreibt. Systech Christian Damm verwendet als Main PA zwei Hangs mit je elf Kudos von L-Acoustics, als Side PA und Delay kommen Karas zum Einsatz. Der Side PA kommt in der Arena Berlin besondere Bedeutung zu, da die Halle fast genauso breit wie lang ist. Am FoH steht eine Avid Profile, Moritz Elsner verrät uns im Interview, was er an den Konsolen dieses Herstellers besonders schätzt.

Die massive Dachkonstruktion im Licht der SpiegelkugelnDie massive Dachkonstruktion im Licht der SpiegelkugelnStefan Wolf von Hell Dunkel Productions am Licht-FoH arbeitet mit einer neuen Hog4 von High End Systems, die von Arcus Lighting stammt. Im Rigg hat er neben Jarags von Chromlech und dem LED-Strobe X5 von SGM hauptsächlich Material von Robe, Clay Paky und Martin Professional verbaut. Nach dem plötzlichen Erfolg von Cro stand er vor der Herausforderung, im Handumdrehen ein Lichtdesign für große Venues zu entwerfen, was ihm sichtlich gelungen ist. Er arbeitet viel mit Weißlicht und setzt Farben sehr sparsam und zweckdienlich ein, bei den meisten Songs dominiert eine Hauptfarbe. Der besondere Gimmick sind 12 Spiegelkugeln, die fast alle auf der Bühne verbaut sind, nur die größte hängt kurz vor dem FoH von der Decke. Mit Hilfe des enormen Beams der Sharpies wird mit ihnen das Dach der Halle in einen Sternenhimmel verwandelt. Das Licht- und Beschallungs-Equipment für die Tour wurde von Hell Dunkel Productions (Teile des Lichtequipments) und Black Box Music geliefert.

Schnick-Schnack-Systems für die Leuchtbuchstaben

Die Einspeisung erfolgt in der Mitte der Streifengruppe, um den Spannungsfall geringer zu haltenDie Einspeisung erfolgt in der Mitte der Streifengruppe, um den Spannungsfall geringer zu haltenDie drei Buchstabenals als prägendes Element des Bühnendesigns sind mit Material von Schnick-Schnack-Systems ausgestattet, zum Einsatz kommen Streifen der B-Serie, die mit aktiven Stromreglern ausgestattet sind, um Unterschiede in der Versorgungsspannung zu kompensieren, die  durch unterschiedliche Leitungslängen entstehen. Die Steuerung der LED-Streifen erfolgt durch patentierte Lehmann-Modulation. Damit wird gegenüber einer PWM lichtlinear gedimmt, was auch im unteren Stellbereich ein weiches sauberes Dimmen ermöglicht. Zum anderen wird durch das „chaotische“ Pulsmuster ein Pulsen bzw. Flickern bei elektronischen Aufzeichnungsgeräten vermieden. Zur Ansteuerung wird der Long Distance Controller mit drei getrennten Schaltnetzteilen verwendet, welche unterschiedliche Spannungen für die Grundfarben liefern. Damit wird es möglich, große Entfernungen zu überbrücken, ohne dass eine einzelne Farbe „wegbricht“.

Im Video: Die neue Hog und die Herausforderungen der Arena Berlin

Im Video erfahren wir, wie Stefan Wolf seine Aufgabe gemeistert hat, was er von der neuen Hog hält und wie Moritz Elsner und Christian Damm mit den Gegegenheiten in der Arena Berlin zurecht kommen.

www.hell-dunkel-productions.de
www.black-box-music.de

Bildergalerie

Autor/Video/Fotos: Markus Wilmsmann