Lichtdesigner Sean „Motley“ Hackett über das Lichtdesign der aktuellen Tour von KISS.

Udo Lindenbergs megalomanische Show, ursprünglich für große Stadien konzipiert, macht 2016 auch in einigen Hallen Station. Der im Stadion verwendete Kran passt da nirgends rein. Aber Cello, Ufo und Udo müssen trotzdem fliegen. Steffen Boschert erklärt uns, was er sich dafür ausgedacht hat.

Sein Publikum lacht sich tot, aber wenn es um Truckspace geht, hört der Spaß auf: Bei Bülent Ceylans aktueller Tour "HAARDROCK" muss alles in einen LKW passen.

Das Phänomen kennt man eigentlich aus Jugendzentren: Die Band fährt auf der Bühne ein derartiges Brett, dass die PA eigentlich überflüssig ist. Wie gehen FoH und Monitoring mit so einem Föhn um? Und wie macht man mit einer Menge High-Tech gutes Rock'n'Roll-Licht?

Paul Kalkbrenner Olympiahalle MünchenWie macht Paul Kalkbrenner das nur? Auf der einen Seite ist er keine mehrköpfige Rock'n'Roll-Combo, mit dem Fuß auf dem Monitor und der Faust in der Luft. Auf der anderen Seite tritt er längst nicht mehr in kleinen Clubs auf, sondern in den größten Hallen der Republik – und bei solchen Dimensionen sieht eine One-Man-Show sehr schnell sehr klein aus. Trotzdem haften die Blicke des ekstatisch tanzenden Publikums auf der Bühne: Der Mann hat sie alle im Griff.

MAC Auras über dem Schlagzeug, im Vordergrund Frontfrau Stefanie KloßAndere Künstler rücken oftmals mit nicht weniger als einer zweistelligen Anzahl an Trucks an, wenn sie die Olympiahalle bespielen. Silbermond wählen einen anderen Weg: Sie wollen günstige Tickets für ihre Fans, deswegen passt das Equipment der Band in nur sechs Trailer. Ob die vier und ihr Team um Lichtdesigner Stephan Aue damit gegen Megapproduktionen im Stil von Coldplay, Madonna oder Helene Fischer anstinken können?

Was Jennifer Lopez einen Tag später nicht einmal ansatzweise gelungen ist, Helene Fischer hat es mühelos geschafft: Die Olympiahalle in München war bei ihrem Konzert am 24. Oktober bis auf den letzten Platz ausverkauft. Und das Publikum sollte den Besuch nicht bereuen, denn diese Produktion ist aller Wahrscheinlichkeit nach die derzeit aufwändigste deutschsprachige Produktion – inklusive bühnenhydraulischer Finessen, die schon Michael Jackson und Tina Turner durch die Lüfte bewegten.

Witziger als die Toten Hosen, jünger als die Scorpions und im Gegenzug zu Rammstein bevorzugen sie aufgeräumte und cleane Bühnen: Die Ärzte sind nach eigenem Bekunden sowieso die „beste Band der Welt“, im Kreis der deutschen Superstars sind sie auf alle Fälle einmalig. EventElevator hat in der Olympiahalle München ein außergewöhnliches Spektakel dokumentiert.