24. Juni 2016

Eine Trackingschiene für Udos Ufo

Auch bei Udos Stadiontour kommt Gerhard nicht mit einem Flugzeug aus Pappe. Auch bei Udos Stadiontour kommt Gerhard nicht mit einem Flugzeug aus Pappe. © Tine Acke

Udo Lindenbergs megalomanische Show, ursprünglich für große Stadien konzipiert, macht 2016 auch in einigen Hallen Station.

Der im Stadion verwendete Kran passt da nirgends rein. Aber Cello, Ufo und Udo müssen trotzdem fliegen. Steffen Boschert erklärt uns, was er sich dafür ausgedacht hat.

Ursprünglich kam für das fliegende Ufo, das Cello und Udo Lindenbergs fliegende Gondel ein Turmdrehkran von Liebherr zum Einsatz, wie man ihn von Baustellen her kennt. (EventElevator hat bereits 2014 darüber berichtet).

Bei den Terminen für 2016 finden sich auch die Olympiahalle, die Lanxess Arena in Köln, die TUI Arena in Hannover und die Festhalle in Frankfurt. Hier kann der Kran aus Platzgründen leider nicht verwendet werden.

Aber Kinetikspezialist Steffen Boschert von SWL Safe Working Load, der auch schon bei den vorigen Tourneen von Lindenberg Teil der Flexibelbetriebe war, unter anderem hat er bei der Tour 2012 den Zeppelin fliegen lassen (auch darüber haben wir berichtet).

Die Überschrift verrät es bereits: Für diese Hallen ist eine Trackingschiene die Lösung. Angesteuert wird das System mittels eines Fülling & Partner Navigator Pults. Diese Herangehensweise ist sogar noch um einiges komfortabler als der Kran: Die Fahrten lassen sich exakt vorprogrammieren, so sind alle Lasten immer genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Hört sich einfach an, aber wie kommen Ufo, Cello & Co. am L-Acoustics Line Array und den Videowänden von epicto vorbei? Und was passiert in der Frankfurter Festhalle, wo die vorderen Stützen des dortigen Mero-Systems es nicht zulassen, die jeweiligen Gefährte im backstage an den Haken zu nehmen? Fast alle diese Fragen kann uns Steffen Boschert im Interview beantworten.

Autor: Markus Wilmsmann