11. Oktober 2017

impression X4 Bars und JDC1 für Arcade Fire

Arkade Fire live in Ottawa Arkade Fire live in Ottawa © JF Lalonde

Nach der Tour ist vor der Tour – und so schließt sich auch bei den Kanadiern von Arcade Fire direkt nach der gerade zu Ende gegangenen Tour durch Europa eine neue Tour durch Nordamerika an. Im Gepäck ist das brandneue Album „Everything Now“; mit an Bord sind erneut Lichtdesigner Chris Bushell und mit ihm jede Menge Lampen von GLP aus Karlsbad.

Bereits 2014 war Bushell Lichtdesigner bei der damaligen „Reflektor“-Tour. „Ich habe mich wirklich gefreut, als der Anruf kam, ob ich nicht zusammen mit dem Programmierer Tarik Mikou von der Moment Factory das Design übernehmen wollte – und hab natürlich sofort zugesagt“, erinnert sich Bushell.

Für die anstehende Tour hatten sich Arcade Fire etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Die Show sollte aussehen wie ein gigantisches Sport- oder Boxevent. Mit einer Bühne in der Hallenmitte, dem Publikum rundherum und gigantischen Videowalls über der Bühne. Wir haben jede Menge Glühlicht installiert, dazu einen Videowürfel im Look der alten Jumbotrons“, beschreibt Bushell das Set.

„Zusätzlich wollten wir aber auch noch mehr mit Licht machen. Räume zu schaffen war der Band besonders wichtig und so kamen wir auf die Idee, genau dafür die impression X4 Bars einzusetzen. Diesen Effekt kannte ich bereits von der letzten Tour mit James Blake. Damals waren es Lichtvorhänge, diesmal haben wir Lichtwände erschaffen, um diesen Käfiglook eines Boxrings sichtbar zu machen.“

Neu sind die Bars von GLP ohnehin nicht für den Designer, denn bereits bei der Stadiontour im Sommer hatte Bushell eine große Anzahl impression X4 Bars in seinem Design. „Bei einer Stadiontour geht es um andere Dinge, da brauchst du Output und Lichtleistung, nicht so sehr filigrane Effekte. Aber ich war seinerzeit schon beeindruckt von dem Output und der Finesse einer so kompakten Bar.“

Anders als die impression X4 Bars waren die JDC1 Hybridstrobes zum ersten Mal Teil eines Designs von Chris Bushell. „Die Idee, diese Hybridstrobes auszuprobieren, verdanke ich PRG. Die Niederlassung aus Las Vegas war als Technikdienstleister mit der Tour unterwegs und die Jungs haben einen fantastischen Service geboten“, lobt Bushell. „Ich war bei den Vorbereitungen noch auf der Suche nach einem Strobe oder etwas Ähnlichem. Etwas für ganz gezielte, einzigartige Effekte. Es durfte nicht viel Platz brauchen, um den Look nicht zu sehr zu stören, aber es sollte ein optischer Knüller sein. Irgendwann kam jemand von PRG auf mich zu und meinte, dafür wären die neuen JDC1 die perfekte Wahl“, so Bushell weiter. „Und was soll ich sagen? Er hatte recht!“

Rehearsal days JF 8Das Bühnendesign für die Stadion-Tour erinnert an eine Box-Arena (Foto: JF Lalonde)

Zum Einsatz kamen schließlich insgesamt 34 JDC1, alleine 20 davon über der Bühne als Flood und Strobe, weitere sechs im Inneren des Videowürfels und weitere acht an beweglichen Towern rund um die Bühne. „Ich bin ehrlich, ich war immer noch skeptisch, bis ich die JDC1 zum ersten Mal live erlebt habe. LED-Strobes sind sonst nicht mehr als ein billiger Abklatsch der klassischen Strobes. Aber diese Teile hauen dich weg. Was da rauskommt, sieht wirklich aus wie ein klassischer Entladungsblitz – und damit sind die JDC1 aber noch lange nicht am Ende. Irgendwelche neuen LED-Effekte gibt es ständig und wie Sand am Meer, aber diese Teile haben es drauf."

"Die Kombination aus Strobe und Washlight zusammen mit der Möglichkeit zur Bewegung ist einfach fantastisch. Ich hab direkt mit den Jungs von Avolites Kontakt aufgenommen, die haben mir direkt drei Fixture Libraries erstellt. Einmal das reine Strobe in der Mitte mit Tilt, dann als komplettes Strobe mit dem Farbring außen rum und schließlich das JDC1 als reines Floodlight. Das macht die Programmierung wunderbar einfach, schließlich werde ich ja auch nicht jünger“, scherzt Bushell.

Doch nochmals zurück zu den impression X4 Bars. „Ich war schon immer ein großer Fan der Digital Light Curtains – aber sind wir mal ehrlich: So schön der Effekt auch ist, das ist etwas für eine Festinstallation und nichts für eine Tournee. Und genau an der Stelle kommen die impression X4 Bars ins Spiel. Der Effekt übertrifft die alten DLCs einfach noch. Der Dimmer funktioniert fantastisch, die Farbmischung ist perfekt und mit dem unfassbar breiten Zoombereich lassen sich wirklich magische Effekte schaffen.“

Einen Großteil der impression X4 Bars setzte Bushell auch entsprechend als „Lichtwand“ ein und schuf so fast schon physikalisch klar getrennte Bereiche inmitten der gigantischen Bühne. Weitere 32  impression X4 Bar 20 und acht impression X4 Bar 10 umrundeten das Rig über der Bühne in einem weiteren Kreis.

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