20. März 2017

GLP bei den Grammy Awards

Auftritt von Beyoncé bei den Grammys Auftritt von Beyoncé bei den Grammys

Bei der diesjährigen Grammyverleihung gaben sich nicht nur jede Menge Topstars die Klinke in die Hand, auch das Designerteam der Awardshow war quasi das Who-Is-Who der amerikanischen Lichtbranche.

Verantwortlich für das Showlicht zeichnete das Kollektiv Full Flood Inc., Robert Dickinson und Noah Mitz steuerten das TV-Licht bei. Ausführende Produzenten waren NARAS & AEG Ehrlich Ventures LLC, der technische Dienstleister war auch in diesem Jahr erneut PRG.

Bei ihrem Design für die Awardshow setzte das Designerteam bei vielen Schlüsselpositionen auf Scheinwerfer von GLP. Insbesondere im Fokus: die impression X4 Bars und die impression X4 atom für die Auftritte von Bruno Mars und Beyoncé.

Darüber hinaus kamen für den Showact A Tribe Called Quest zwanzig zusätzliche impression X1 zum Einsatz, die Mike Berger zu einer gigantischen Rundumleuchte bündelte. „Der Effekt war fantastisch“, freut sich Robert Dickinson über die Arbeit seines Kreativteams. „Wir haben jeweils mehrere dieser kleinen, kompakten Movinglights unter einer Glaskuppel installiert und hatten so die klassische Optik eines Polizeilichts. Aber eben auch die Möglichkeiten, die so viele einzelne Scheinwerfer zusätzlich bieten“, beschreibt Dickinson den faszinierenden Effekt.

Für Beyoncés energiegeladene, neunminütige Show arbeitete die Stagecrew wie ein Uhrwerk. Cory FitzGerald, ihr Lichtdesigner, arbeitete bereits in der Planungsphase eng mit dem Grammy-Team zusammen. Im Off wurden mehrere Rollriser mit impression X4 Bar 20 in mehreren Reihen präpariert und dann beim Umbau im richtigen Moment blitzschnell in das bestehende Set integriert.

„Diese Bars sind fantastisch“, schwärmt FitzGerald immer wieder. „Nebel und diese Bars sind einfach ein unglaublicher Effekt. Ein Backdrop aus Licht, der sich völlig unsichtbar ins Set integrieren lässt. Aber genauso gut auch ein großartiges Werkzeug, um ganz andere Effekte zu setzen. Dabei sind diese Bars so einfach zu programmieren und sehr vielseitig“, so Cory FitzGerald weiter. „Und der Output haut mich immer wieder um. Die setzen sich einfach durch, haben Punch und Druck.“

340 impression atom für Bruno Mars

Bruno Mars at Grammys 2017Bruno Mars

Noch einen drauf setzte schließlich noch Bruno Mars. 340 impression atom – frisch ausgestattet mit der neuen 30-Watt-LED – waren der Hingucker schlechthin. Die Idee zu diesem Highlight hatten drei der wohl im Moment angesagtesten Lichtleute in den USA: Roy Bennet mit dem Lichtdesign, Cory FitzGerald mit seinem Set und Brian Jenkins, der die Programmierung übernahm. “Uns Drei unter einen Hut zu bringen war gar nicht so einfach”, beschreibt Brian Jenkins die Vorbereitungen. „Cory pendelte ständig zwischen Beyoncé und Bruno Mars hin und her, versuchte überall gleichzeitig zu sein. Mir war klar, dass er Unterstützung bräuchte. Wir kennen uns schon lange, haben öfters zusammengearbeitet und so wusste ich, wie Cory denkt, was er sich vorstellt, welche Akzente er setzen möchte.“

Die Idee zu so einem massiven Einsatz der impression X4 atom hatten Jenkins, FitzGerald und Dickins schon länger. „Bei der LDI im Oktober saßen wir zusammen und haben überlegt, wie man das machen könnte. Klar, 30 von diesen Lampen sind schon cool. Aber 340 Stück? Das klingt einfach ganz anders. Wir wollten einfach mal richtig einen raushauen – und da wir alle drei große Fans von GLP sind war das die perfekte Gelegenheit.“

Zweifel, ob so eine extravagante Konstruktion überhaupt funktionieren könnte, gab es zu keinem Zeit. „Es ist völlig verrückt. Der Setchange muss innerhalb von Minuten über die Bühne, da ist eigentlich kein Platz für zweifelhafte Konstruktionen. Das muss funktionieren und es gibt keine Chance, irgendwelche Fehler noch auszubügeln. Aber wir wussten genau, dass wir uns auf die impression X4 atom verlassen konnten. Nicht nur was die Lampe selbst angeht. Auch mechanisch – dieses Interloc-System ist die Wucht. Die Rampen hoch und runter, mit Gabelstaplern bewegt, alles kein Problem. Wir konnten einen Großteil der Module komplett fertig auf die Bühne fahren und so immens viel Zeit sparen“, schwärmt Brian Jenkins. „Und dann gehen die Lampen an und es haut dich einfach um“, so Jenkins weiter. Die Farben sind fantastisch, der Output großartig und der Zoom macht einfach Spaß. Im Kamerabild sieht das einfach umwerfend aus – und live sowieso."

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