Die Juroren sitzen mit dem Rücken zum Künstler und hören einfach nur zu. Hier geht es nicht um das Aussehen, nicht um die Show, es geht einzig und allein um die Stimme. Dann drückt einer nach dem anderen den Buzzer, der Zustimmung bedeutet und die Stühle drehen sich … Wenn wie bei der TV-Show „The Voice of Germany“ nur die Musik zählt, kommt es umso mehr auf den Sound der Band und natürlich der Lead Vocals an.
Während der kürzlich abgeschlossenen Staffel 1 von „The Voice of Germany“ vertrauten die Toningenieure von Studio Berlin auf ein Lawo mc²66-Pult. Auf die einzelnen Shows bereiteten sich Systembetreuer Uwe Herrmuth und Toningenieur Lars Bieber akribisch vor. Zunächst mussten die Kommunikationswege zur Regie, zur Redaktion und der Produktion eingerichtet werden. Dann begann die Verteilung der Stageboxen und die Mikrofonierung. Die Effekte wurden für jeden Sänger separat ausgewählt und eingestellt und im mc²66 als Snapshot abgelegt. „Da sich der Ablauf der Sendung Woche für Woche verändert hat, musste auch die Oberfläche des GUI ständig angepasst werden und die Snapshots waren eine große Hilfe bei den Effekteinstellungen – ebenso die Möglichkeit, DSP-Werte von Kompressor und EQ zu kopieren", erläutert Lars Bieber. „Auch die Planung der Signale und des Signalaustauschs, beispielsweise zwischen FOH und Monitorplatz, sowie die Planung der Kommandosprechstellen war eine anspruchsvolle Aufgabe“, fügt Uwe Herrmuth hinzu.
Schnelles Routing auch bei vielen Signalen
Auf die weiteren Vorteile des Mischpults von Lawo angesprochen, hebt Bieber das schnelle und hervorragend funktionierende Routing der Signale hervor, die auch in großer Anzahl überschaubar blieben. Auch die benutzerdefinierten Funktionen und die eigene Belegung von Tasten erleichterten den Arbeitsablauf. Aus der Perspektive des Systemadministrators lobt Herrmuth die mxGUI als zweite Bedienschnittstelle, die Eingriffe in das System ermögliche, ohne die Arbeit des Toningenieurs zu behindern. Auch lasse sich das System über das Tool AdminHD erweitern, ohne jedes Mal die Serviceabteilung kontaktieren zu müssen.
Kein Pult von der Stange
Studio Berlin arbeitet bereits seit 2002 mit Digitalpulten von Lawo. Ein maßgeblicher Grund für diese Entscheidung war „neben den technischen Parametern die Tatsache, dass man bei Lawo kein Pult von der Stange bekommt, sondern ein in weiten Grenzen speziell an die Kundenwünsche angepasstes Produkt“, so Herrmuth weiter. Sollte man doch einmal die Serviceabteilung von Lawo benötigen, so reagiere diese schnell und kompetent. „All dies erleichterte uns im Studio Berlin die Entscheidung, auch bei nachfolgenden Investitionen auf Produkte der Firma Lawo zurückgreifen zu wollen“, so Herrmuth abschließend.
Das ist „The Voice of Germany“
Die Castingsendung „The Voice of Holland“ von John de Mol war der TV-Hit 2010 in den Niederlanden. Mit Marktanteilen von bis zu 54 Prozent war sie nicht nur die mit Abstand am meisten gesehene Prime-Time-Show, sondern auch das erfolgreichste Castingformat der Niederlande. Ebenfalls sehr erfolgreich war die Show unter dem Namen „The Voice“ in den USA, bevor sie Ende 2011 auch in Deutschland für Sat1 und ProSieben adaptiert wurde.
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