05. Juli 2012

Avid verkauft Consumer-Sparte und streicht Arbeitsplätze

AVID LogoUm sich mehr auf seine Kunden in den Bereichen Media Enterprise und Post & Professional fokussieren und die betriebliche Leistungsfähigkeit optimieren zu können, hat Avid eine Reihe von strategischen Entscheidungen getroffen, zu denen unter anderem der Verkauf der Consumer-Sparte gehört.

So will sich das Unternehmen wieder ausschließlich auf seinen Kernmarkt konzentrieren, der aufgrund seiner fundierten Branchenkenntnisse, der Erfolgsbilanz bei technischen Innovationen und des starken Markennamens das größte Erfolgspotenzial bietet.

„Diese Veränderungen machen Avid zu einem fokussierteren und agileren Unternehmen“, erläutert Gary Greenfield, CEO von Avid. „Durch die Straffung und Optimierung unserer Geschäfte erwarten wir eine verbesserte Ertragslage sowie eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Kunden aus dem Unternehmens und Professional-Bereich. Unser Ziel bleibt weiterhin, diesen Kunden genau die innovativen Lösungen zu bieten, die es ihnen ermöglichen, die meistgehörten, meistgesehenen und beliebtesten Medieninhalte der Welt zu kreieren. Ich freue mich auf die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens.“

Vor diesem Hintergrund hat Avid sich entschieden, seine Consumer-Produktlinien im Audio- und Video-Bereich abzugeben. Die Consumer-Produkte im Audio-Bereich wurden an inMusic verkauft, dem Mutterunternehmen von u.a. Akai Professional, Alesis und Numark. inMusic hat seinen Firmensitz in Cumberland, Rhode Island, und ist bestens bekannt für seine innovativen Produkte für Musikproduktion, Performance und DJing. Der betroffene Bereich umfasst die Produkte M-Audio Keyboards, Controller, Interfaces, Lautsprecher, digitales DJ-Equipment und weitere Produktlinien. Avid wird weiterhin die Soft- und Hardware seines branchenführenden Pro Tools®-Sortiments entwickeln und verkaufen. Dazu gehören auch die Audio-Interfaces wie etwa Mbox und Fast Track.

Die Video-Schnittprogramme im Consumer-Bereich wurden an die Corel Corporation veräußert, einem Software-Unternehmen für Endverbraucher mit Sitz in Ottawa, Kanada. Dazu gehören Avid Studio, Pinnacle Studio, die Avid Studio App für das Apple iPad® sowie andere Videoaufnahme-Programme aus dem Sortiment.

Abbau von Arbeitsplätzen

Die jetzt verkauften Produktlinien hatten 2011 einen Anteil von 91 Millionen US-Dollar an Avids Gesamtumsatz in Höhe von 677 Millionen US-Dollar. Avid schätzt, dass die Einnahmen aus diesen Transaktionen, die auch den Transfer von Avid-Mitarbeitern zu den neuen Eigentümern beinhalten, rund 17 Millionen US-Dollar betragen (vorbehaltlich Bestandswertkorrektur) werden, wobei ein Teil in Treuhand verbleibt. Alle Verkaufsabschlüsse wurden am 2. Juli 2012 abgewickelt.

Eine weitere Maßnahme im Zuge der beschlossenen Straffung der Geschäftsprozesse ist der Abbau von Arbeitsplätzen: Insgesamt sind rund 20 % der Stammbelegschaft von dem Verkauf der Consumer-Sparte und den Personalabbaumaßnahmen betroffen. Aktuell rechnet Avid im Zuge der Restrukturierung mit Kosten in Höhe von 19 bis 23 Millionen Dollar, die durch den Verkauf des Consumer-Sortiments weitgehend gedeckt werden. Das Barguthaben des Unternehmens betrug am 31. März des Jahres 49,7 Millionen US-Dollar.

www.avid.com