Anlässlich des 10. Geburtstages führt DiGiCo ein weiteres Mischpult der SD-Klasse ein - das SD5. Numerisch tanzt der Digitalpulthersteller damit aus der Zahlenreihe der bisher nach den Entstehungsjahren benannten Pulte. Das SD5 zollt dem legendären DiGiCo D5 Live Tribut, das 2002 zum Start der jungen Firma einen neuen Meilenstein im Pro-Audio-Business in punkto Technologie und Soundqualität setzen sollte.
Mit dem SD5 schließt DiGiCo die Lücke zwischen dem SD10 und dem SD7. Der innerhalb der modernen SD-Serie angesiedelte Nachfolger besticht laut Hersteller durch zahlreiche Features und ist für größere Veranstaltungen im Live Sound und in der Festinstallation konzipiert. Zielgruppe sind Verleiher und Technikverantwortliche in Theatern, Musicalhäusern und Broadcastunternehmnen.
Die Entwickler in Chessington haben verschiedene Features aus verschiedenen Pultkonfigurationen zusammengefügt. Das DiGiCo SD5 verfügt über zahlreiche Features, wie zum Beispiel die sogenannte Hidden-til-lit-(HTL)Technologie, basierend auf LED-hinterleuchteten Bedienelementen. Diesen Komfort findet man auf der Bedienoberfläche der Flaggschiffkonsole SD7. Eine weitere Annehmlichkeit sind die sogenannten Quick Select Buttons für schnelle Encoder-Zuordnung, Insidern bereits vertraut anhand des Mischens auf der SD9- und SD11-Konsole. Wie alle Konsolen der SD-Serie basiert die Audiobearbeitung des SD5 auf der FPGA-Technologie.
Ein Pult für mehrere Techniker
Fünf vollfarbige TFT-LCD Bildschirme zeigen dem User die verschiedensten Pultparameter an. Drei TFTs, der Main-Screen sowie der Left- und Right-Screen sind als Touchscreens ausgeführt. Bei den rechts und links angeordneten Bildschirmen wurden ebenfalls Bedienelemente aus dem SD9 und dem SD11 übernommen. Jeweils links neben diesen Screens sind die bereits erwähnten Quick-Select-Buttons angeordnet, um schnelle und intuitive Zugriffe auf die einzelnen Parameter zu ermöglichen. Die beiden übrigen interaktiven TFT-LCD Screens dienen als Meterbridges über den linken und rechten Bildschirmen. Aufgrund der großzügigen Anordnung der Screens können daher auch mehrere Toningenieure am SD5 arbeiten.
Die Konsole ist serienmäßig mit einem optischen 2GB Port für die Nutzung der SD-Racks im SD-Netzwerk ausgestattet. Das sind 448 Audiokanäle bei 96 kHz plus 56 Konsolenkommunikationskanäle. Des Weiteren bietet das DiGiCo SD5 drei redundant ausgeführte BNC-MADI Ports, acht analoge I/Os und acht AES/EBU (mono) I/Os.
Das SD5 kann 124 Eingangskanäle (Mischkanäle) und 56 Busse konfigurierbar als Aux oder Gruppe - hier sind 5.1 Ausgangskanäle möglich - verwalten. Hinzu kommt eine 24 x 24 Matrix. Der Softwareumfang umfasst je 24 Dynamic EQs, Multiband-Kompressoren, Stereoeffekte, 32 Graphik EQs, 10 x 4 RGB hintergrundbeleuchtete Makro-Tasten sowie eine DiGi-Tube Emulation auf allen Kanälen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, ein Waves-Soundgrid System in die Konsole zu integrieren.
Feedback über alle Aktivitäten
Was an den legendären Vorgänger erinnert? Wie das D5 Pult verfügt auch die SD5-Konsole über Netzteile ohne Lüfter, die das Pult unter anderem für den Broadcastbetrieb interessant machen. Die Einbeziehung des Master Screens in die übersichtlich designte Arbeitsfläche gibt dem User ein Feedback über alle Aktivitäten und erlaubt die Integration der erwähnten Meterbridge unter Berücksichtigung einer geringen Bauhöhe. Das hat den Vorteil, dass der Toningenieur alle Aktivitäten auf der Bühne optimal übersehen kann. Hinzu kommen kleine Extras, wie die komfortable Tastaturbeleuchtung und Haken zum Aufhängen der Kopfhörer.
„Wir haben in den letzten 10 Jahren viel darüber gelernt, wie wir mit verfügbarer Technologie aus anderen Industriebereichen die für uns perfekte Konsole bauen können. Gleichzeitig haben wir mit vielen Kunden und Usern gesprochen und genau zugehört, was diese in ihren täglichen Anwendungen brauchen und wirklich wollen“, erklärt DiGiCo Geschäftsführer James Gordon. „Das DiGiCo SD5 ist der Höhepunkt dieses gesammelten Wissens und trägt den Pioniergeist der D5 Live Konsole auf eine neue technische Ebene.“
Das DiGiCo SD5 ist voraussichtlich ab Ende Mai erhältlich – nähere Informationen kommuniziert der deutsche Vertriebspartner atlantic audio in Düsseldorf.
Prolight + Sound 2012: Videointerview mit James Gordon und David Webster
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